DAS öffnet Türen...
![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
|---|---|---|---|
![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
![]() | ![]() |
Mit „Lebe(ndiges) Theater“ möchten wir beweisen, dass das Live-Theater-Erlebnis als zutiefst menschliche Form der Interaktion in unserer krisengebeutelten Gesellschaft eine wichtige und aktive Rolle einnehmen kann und muss. Wir sind entschlossen, mit unserer künstlerischen Arbeit Tanz und Theater möglichst nahe an die Menschen heranzubringen, sie teilhaben zu lassen, ihnen Raum für Entfaltung zu geben und so herauszufinden, wie das Medium Theater auch in unserer von persönlichem Rückzug und Digitalisierung geprägten Zeit funktionieren kann.
Für die erfolgreiche Etablierung eines neuen Kulturbetriebs in Wien ist es aus unserer Sicht unabdingbar, bestehende Strukturen gründlich zu hinterfragen und offen für grundlegende Veränderungen im Umgang mit allen Playern der theatralen Entstehungs- und Umsetzungsprozesse zu sein.
Unsere Gesellschaft ist seit langem geprägt von hierarchischen Strukturen und einem dualistischen Weltbild: „richtig sein“ oder „Recht haben“ ist das Allerwichtigste. Es geht um Geld, Macht, Erfolg, Status, Aussehen. Die Hierarchie gibt uns vor, wie wir sein müssen, um voran zu kommen. Essenzielle Dinge wie soziale Kontakte, Berührungen oder die physische Anwesenheit einer geliebten Person werden oft als unwichtig hintangestellt, da wir uns in einer ununterbrochenen Stressreaktion befinden: egal wieviel wir arbeiten, wie erfolgreich wir sind, wie gut wir aussehen - es ist nie genug und wir müssen es alleine schaffen.
Das macht sich auch im Kultur- und besonders auch Theaterbereich bemerkbar: statt nach Originalität streben wir nach Perfektion, statt nach Authentizität nach Reichweite. Statt frei, wild, mutig und einzigartig zu sein, sehen wir uns oft gezwungen, dem Schema zu genügen, nach dem die Gelder verteilt werden.
Aber sind wir Menschen nicht von Natur aus darauf ausgerichtet, mit anderen Menschen zu kommunizieren, uns mit ihnen zu verbinden?
Pandemie und Wirtschaftskrise zeigen uns unbarmherzig, wie abhängig wir voneinander sind, dass in einer Gesellschaft jeder und jede wichtig ist und dass für alle gesorgt werden muss, um das Wohl der Gemeinschaft zu sichern. Unabhängig von Einkommen, Bildungsniveau, Herkunft, Geschlecht, Alter und Weltanschauung.
Unsere Gesellschaft braucht dringend einen Paradigmenwechsel: weg von Hierarchie und Dualismus hin zu einer Gemeinschaft, in der Diversität, Individualität, verschiedene
Meinungen und unterschiedliche Ausdrucksformen geschätzt und gelebt werden.
„Leben(diges) Theater!“ soll ein Schritt in diese Richtung sein.












